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Wer ist Lady Thayla Celebril?


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#1 Topenga

Topenga

    Stallbursche

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Geschrieben 04. Januar 2005 - 14:00

Eine zierliche Theurgin tritt vor die heiligen Allianzhallen hin, ein Dokument in Händen haltend...
Sie öffnet die Schriftrolle und beginnt, daraus vorzulesen, die Augen fest auf die Tore gerichtet, als habe sie die Worte schon hundertmal gelesen...

Ich bin kein Mitglied dieser Allianz, keine von Euch werdet Ihr sagen und doch bin ich immer unter Euch.
Ich trage nicht Eure Farben werdet Ihr sagen und doch habt Ihr alle auf mich abgefärbt.
Ich habe manchmal Angst, wenn ich unter Euch bin und doch kann ich nicht mehr zurück dorthin, woher ich kam.
Ich mag einige von Euch nicht, so wie ihr mich nicht mögt aber ich verstehe nicht warum.
Ich habe Euer Blut vergossen, so wie ihr meines vergossen habt aber ich verstehe nicht warum.
Ich mag Euch merkwürdig erscheinen in meiner Art und meinem Tun und doch haben wir Gemeinsamkeiten.
Ich bin das Alpha und das Omega - Tod und Wiedergeburt - Euer Anfang und vielleicht Euer Ende.

Einige Wachen die sie unterbrechen wollen, bleiben auf eine kleine kaum merkliche Bewegung ihrer Hand hin wie angewurzelt stehen, unfähig sich zu bewegen.
Als sie ihren Vortrag beendet hat, befestigt sie das Pergament am Tor und verschwindet unbemerkt in den Schatten...

---

*Ein königlicher Kundschafter, der zufällig des Weges kommt beobachtet die seltsame Szenerie und verfolgt sie aus dem Schatten einer großen Ulme die unweit der Tore der Gildenhalle wurzelt.
Als die Theurgin sich umdreht studiert er ihre Augen und versucht sie zu ergründen. Viel Erfahrung hat er schon mit den verschiedensten Streitern in seiner langen Laufbahn als Heerführer gesammelt, doch erkennt er in ihren Augen etwas?*

Bevor sie verschwindet verharrt sie einen Augenblick lang und fixiert eine große Ulme die unweit des Eingangs zu den heiligen Hallen liegt. Sie legt den Kopf zur Seite und lächelt bevor sie in Richtung der Ulme winkt und der Kundschafter erschrickt, als er sie sagen hört: Ich sehe Dich .
Immernoch fasziniert blickt er in zwei silbrig glänzende Augen, die so tief sind wie ein Bergsee und er weiss es ist etwas Besonderes in diesen Augen, eine Art...Magie . Noch einmal lächelt die Theurgin ihm zu und verschwindet dann in den Schatten...

*schnell wechselt die Überraschung zur Faszination, und sein Blick versenkt sich in den unergründlichen Tiefen ihrer silbrigen Augen. Kurz nur schüttelt er den Kopf um den Eindruck zu verdrängen, dann löst er sich aus dem schatten der Ulme und tritt dann hervor um langsam zu der Stelle zu gehen wo die Theurgin verschwunden ist.*

Seltsam... *er blickt sich um und erkundet mit geschultem Auge die Umgebung. Er erinnert sich ihrer Worte und flüstert sie leise, fragend zu sich selbst* Blut vergossen ... seltsam *er bückt sich nach unten und untersucht den Boden nach Spuren*

Beinahe lautlos, getragen von den Winden, die ihr zu Diensten sind, nähert sie sich die zierliche Theurgin noch einmal dem Ort des Geschehens und beobachtet fast belustigt das Schauspiel...

Was dieser Kundschafter dort wohl zu finden hofft?

Als sie eine Weile zugesehen hat, wird es ihr zu langweilig und sie beschliesst dem armen Tropf ein wenig zu helfen. Sie flüstert nur, wobei sich ihre Lippen nicht zu bewegen scheinen und doch kann er sie hören...

Ihr werdet dort nicht finden wonach Ihr sucht. Diese Wunden, von denen ich spreche wurden mir und Euch vor langer Zeit zugefügt...vor sehr langer Zeit!

Und ebenso geräuschlos, wie sie erschien, verschwindet sie wieder...

*Wie ein Reh das Gefahr spürt hebt er leicht den Kopf als er die Stimme hört. Seine Augen wandern über die Umgebung und versuchen sie zu durchdringen, doch sein selbst sein feines Gehör scheint die Quelle nicht ausmachen zu können, als würde sie von überall und nirgends kommen.

Schliesslich erhebt er sich und gibt seine vorsichtige Position auf, um sich besser umzublicken und sieht gerade noch ihren Schatten verschwinden. Leicht schüttelt er den Kopf.*

Eine seltsame Frau *grübelt* manchmal bin ich darüber glücklich nicht über die Gabe zu verfügen *gleitet lautlos durch das Gebüsch zurück zur Gildenhalle* soviel Macht ist für uns Menschen einfach nicht gedacht...zu viele Geister verwirren sich über soviel Einfluss. *noch einmal blickt er zurück ohne Hoffnung etwas zu sehen* arme Frau *seufzt leise und passiert schliesslich die Wachen der Gildenhalle*

---

Wie angewurzelt bleibt sie stehen, als sie den Kundschafter murmeln hört und konzentriert sich nur auf seine Stimme
...seltsame Frau...die Gabe...soviel Macht...zuviele Geister...arme Frau...
Nachdenklich und ein wenig verwirrt lässt sie die Wörter noch einmal auf sich wirken...arme Frau... was hat das zu bedeuten?
Ist das Mitleid in seiner Stimme? und wenn ja, warum? Wie kann dieser Mensch mit mir fühlen?!
Gefühle - Mitleid, Liebe, Hass - die Wurzel allen Übels...wie ist das möglich, wo er mich doch gar nicht kennt? Wie war noch sein Name...?
Warum gibt es Menschen, die sich völlig selbstlos für andere einsetzen und wieder andere, die alles hassen und vernichten, was sie nicht verstehen?!
...arme Frau... wieder und wieder machen sich die Worte des Kundschafters in ihren Gedanken breit, wie eine warme Decke, unter die man kriecht und die vermeindlich Wärme spendet, die aber immer zu kurz ist...arme Frau...
Mit dem Anflug eines Lächelns nimmt sie erneut Kontakt mit dem Kundschafter auf, der sie zu faszinieren scheint... ...es ist nicht Deine Schuld...geh bis ans Ziel...

"verdammter Verschluss", fluchte er. Zum wiederholten Male hatte sich der Verschluss des linken Armlings verklemmt, und so stand er leise fluchend, mit selbigem ringend in dem Umkleideraum, wo er Waffen und Rüstung gegen eine bequeme Robe eintauschte. Er haßte es wenn die Dinge nicht so funktionierten wie er es von ihnen erwartete...
Dann war da auch immer noch die Frau von eben in seinem Geist, die sich vor ihm verschloss wie ein Buch geheimen Wissens, unergründlich, undurchschaubar. Und dennoch irgendwie seltsam, bemitleidenswert. Sie musste sehr verwirrt, oder aber sehr einsam sein.
Er schmunzelte. Vor einiger Zeit noch hätte er sie als Verrückte abgetan, als Feind vielleicht oder zumindestens als Bedrohung erachtet. Wie seine eigene Frau sein Denken verändert hatte ... sein Schmunzeln wurde leicht verträumt, ein Ausdruck der seine sonst stechend eisgrauen Augen sanft und weich werden ließ...

Plötzlich war die Stimme wieder im Raum. Er fuhr herum, sein Körper spannte sich in Erwartung eines Angriffes, doch da war niemand. Körperlos hing die weibliche Stimme im Raum. Hörte er Zuneigung? Wer war diese Frau, was wollte sie, was trieb sie an? Von welchem Weg sprach sie?

Er sprach die Fragen in den Raum, und hoffte auf Antwort.
Beinahe unbemerkt glitt der Armling zu Boden, und blieb dort liegen.

Oh ja, dieser junge Kleriker war ihr wohl bekannt und sie nickte ihm flüchtig zu, als sie gedankenverloren an ihm vorbei durch die Bibliothek der Akademie huschte. Plötzlich blieb sie stehen, schaute sich um und dem Kirchendiener nach, wobei sie sich ein Lächeln nicht verkneifen konnte...seltsam...noch ein gefallener Engel, ähnlich wie ich...Nein, nicht wie ich!
Sie verdrängte den Gedanken wieder und schüttelte ihren Kopf...er ist gefallen, aber anders als ich...vom rechten Weg abgekommen, aber anders als ich...für ihn bestand niemals wirklich eine Gefahr, für mich schon...
...wieder wird sie von Gedanken an längst vergangene Tage übermannt und tiefe Trauer und Wut machen sich breit aber auch Freude über die Hilfe die ihr zu Teil wurde...ein Kundschafter...schon wieder Kundschafter...sind das nicht die wahren Jäger? Warum hat er mir damals geholfen? Warum hatte dieser Mitleid mit mir? ...und Kleriker...schon wieder Kleriker...irgendwas scheinen diese Menschen an sich zu haben...aber was? Autolycos, Topenga und ihre Familie...dieser hier...
Wieder sieht sie Bilder und Gedanken in ihrem Kopf und murmelt leise vor sich hin ein paar Worte, die nur eine andere Person hören kann...der Kundschafter der Wache ...Du hast noch eine Reise vor Dir...geh bis ans Ziel...

*ein paar Minuten stand er so, warete auf Antwort. Als er schliesslich der Stille überdrüssig wurde bückte er sich und nahm den Ärmel auf. Schnell entledigte er sich der restlichen Rüstung und verschloss sie in seiner Truhe.
Dann streifte er sich die rote Robe über und führte sie mit beiden Händen zur Nase um tief ihren Geruch aufzunehmen. Der vertraute Duft ließ ihn seine Sorgen vergessen, denn die Unbekannte hatte nun doch sein Misstrauen und seine Vorsicht geweckt.
Als er die Robe aus den Händen gleiten lies und sie glatt strich schwor er sich, sollte er sie je wieder sehen, sie nicht ohne einige Antworten gehen zu lassen.
Schnellen Schrittes verliess er den Raum und verschwand alsbald in den Räumen der Allianz.*
"
Jemand muss sie kennen", murmelte er leise zu sich, und plante Nachforschungen...

Eingefügtes Bild
Choose your enemies carefully and never deal with a dragon...




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