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Paul und Lena (Teil 1)

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dehly

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1. Der Tag beginnt

 

Die Sonne ging gerade erst auf. Paul war schon wach und schaute nach Osten. Die Strahlen der Sonne fielen durch die Baumwipfel der nahen Baumreihe vor der großen Straße. Es war ganz lieb anzusehen. Paul fand, dass es nicht viele schönere Dinge auf der Welt gab. Vielleicht sind aber Würmer noch besser, dachte er. Die Sonne stieg höher und höher.

 

Da bekam er einen Tritt. „Aua, kannst du nicht ein bisschen aufpassen!“, sagte er in strengem Tonfall zu seinen Bruder

Johann, der direkt neben ihm lag. Er hatte sich gerade wieder beruhigt, als er einen Schwinger von einer anderen Seite bekam. „Das tut doch weh!“, schrie er nun und drehte sich zu seiner Schwester Jasmin um. „Pass doch etwas auf!“. Er hatte schon Zorn in den Augen.

 

„Ja, aber wenn es doch hier so eng ist!“, antwortete Jasmin. Auf dem Rand saß die Mutter und beruhigte mit sanften Worten die etwas aufgeheizte Stimmung. „Sieh Paul, es ist ja nicht mehr für lange.“, sagte die Mutter und Jasmin stimmte ein „Ich entschuldige mich bei dir, aber ich habe mich nur einmal kurz gestreckt.“ „Ist schon gut!“, sagte Paul und konnte seiner Schwester schon garnicht mehr böse sein.

 

In diesem Moment kam der Vater und setzte sich auch auf den Rand und sagte: „Guten Morgen, ich habe Frühstück

mitgebracht!“. „Oh, lecker, was gibt es denn?“, fragten die 3 Kinder fast im Chor. „Heute teilen wir uns einen Regenwurm!“, sagte der Vater nicht ohne Stolz.

 

Jetzt fragst du dich bestimmt, wo du hier zu Gast bist. Ich werde es dir sagen. Du erlebst hier einen Morgen bei Familie Rabe. Die 3 Kinder liegen im Nest und die Eltern sitzen auf dem Rand. Doch weiter in der Geschichte.

 

Nachdem der Vater angekommen war, machte sich die Mutter auf den Weg, etwas zum Mittagessen zu besorgen. Sie sagte: „Viel Spaß Euch Vieren!“, winkte noch einmal mit dem Flügel und flog los. Vater nahm den Regenwurm, zerteilte ihn, damit jeder ein schönen Stück bekam und kein Streit entstand. Jasmin konnte es fast gar nicht erwarten. Als sie Ihr Stück im Schnabel hatte schluckte sie es im Stück. Es war so schnell, dass der Vater nichts sagen konnte und nur noch mit dem Kopf schüttelte. „Jasmin!“, sagte er schließlich streng und sie schaute nach unten. „Entschuldigung!“, sagte sie kläglich.

 

Paul und Johann aßen gesitteter. Er schmeckte wirklich ganz zart und lecker. Nach dem Essen wurde etwas aufgeräumt, der Vater verabschiedete sich. „Seid brav und macht keinen Unfug und klettert nicht auf den Rand, damit keinen herausfällt. Fliegen üben wir ja erst wieder am Freitag!“. „Ist gut Papi!“, sagte Johann und die beiden anderen nickten dazu und machten Gesichter, als wenn sie kein Wässerchen trüben könnten. Der Vater kannte seine Pappenheimer. Und so flog er nachdenklich los. Und die „Engelchen“ blieben zurück.

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